(Amphithéâtre)
Schmidt, Katrin
(Universitat de Barcelona, Barcelona)
Die Froschgeschichte - Redebegleitende Gesten im
Spanischen und Deutschen als L1 und L2
Dass bei Wortfi ndungsschwierigkeiten der Gestikgebrauch steigen
kann, dürfte außer Frage stehen. Dass dies im Fremdsprachengebrauch
besonders häufi g auftritt, wohl auch. Aber ist das die einzige
Differenz zwischen dem Gestikulieren in der Mutter- bzw. Fremdsprache ?
Und inwieweit spielen einzelsprachliche Unterschiede hier eine
Rolle ? Im vorliegenden Korpus sind die Muttersprachen Spanisch/
Katalanisch und Deutsch. Es handelt sich um Interviews, die innerhalb
des interuniversitären und interdisziplinären Projektes VARCOM
(Variation, Multimodale Kommunikation und Mehrsprachigkeit) mit
Studenten der Universität von Barcelona bzw. Erasmusstudenten
jeweils in der L1 und L2 durchgeführt wurden. Die Interviews setzen
sich aus zwei Teilen zusammen, einem halbstrukturierten Teil
für die experientielle Elizitation und einem Teil mit klar umrissenen
Produktionsaufgaben für die experimentelle Elizitation. Bei der von
mir ausgewählten Aufgabe handelt es sich um die Erzählung einer
Bildergeschichte, der Froschgeschichte, die den Probanden mehrere
Schwierigkeiten bereitet : Zum einen sind das lexikalische Herausforderungen,
zum anderen auch das Umgehen mit der Textsorte der
Narration. Ausgehend von den zahlreichen Bewegungsereignissen
einem nachgewiesenen typologischen Unterschied zwischen den
romanischen und germanischen Sprachen möchte ich zeigen, wie
die Probanden jene Schwierigkeiten lösen und vor allem welche Rolle
dabei die körperliche Kommunikation spielt.
There is little doubt that the use of gestures rises whenever speakers
encounter word retrieval diffi culties. This is even more obvious
in foreign language use. But is this the only existing difference
between gestu ring in the mother tongue and gesturing in a foreign
language ? And to what extent do differences between one language
and the other affect this phenomenon ?
In our corpus the native languages are Spanish/Catalan and German.
Interviews have been held within the interuniversity and interdisciplinary
project VARCOM (Variation, Multimodal Communication and Plurilinguism) with students from the university of Barcelona and
Erasmus students in L1 and L2. The interviews are divided into two
parts : a half-structured part for experiential elicitation and a second
part with clearly given tasks for experimental elicitation. I chose one
of these tasks, „The Frog Story“, a narration containing several dif-
fi culties for the tested person : lexical challenges on the one hand,
and handling the problems of text-type narration on the other. Taking
the numerous motion events as a starting point - where a typological
difference between Romanic and Germanic languages exists
I will show how the subjects solve these difficulties and above all
which role nonverbal communication plays-