(Salle F05)
MacDorman, Karl F.
(Osaka University, Osaka)
Ishiguro, Hiroshi
(Osaka University, Osaka)
Minato, Takashi
(Osaka University, Osaka)
Itakura, Shoji
(Kyoto University, Kyoto)
Humanity is in the gaze of the beholder :
Experiments with androids and people
The development of androids that closely resemble human beings
enables us to investigate many phenomena related to human interaction
that could not otherwise be investigated with mechanicallooking
robots. This is because more humanlike devices are in a better
position to elicit the kinds of responses that people direct toward
each other. In particular, we cannot ignore the role of appearance
in giving us a subjective impression of presence, charm, or intelligence.
However, this impression is infl uenced by behavior and the
complex relationship between appearance and behavior. As Mori [1]
observed, a humanlike appearance does not necessarily give a positive
impression. In fact, it raises the standard of evaluating behavior
in interlocutors because people are highly sensitive to subtle defects
in the appearance and behavior of each other. Thus, androids provide
a unique means to embody and evaluate bio-behavioral theories
in relation to social interaction because of the human-directed
responses they elicit. We propose a hypothesis about how appearance
and behavior are related and report on experiments that investigate
the hypothesis. We then evaluate the appearance and behavior of
androids according to how they infl uence a human interlocutor’s
gaze fi xations. We compare gaze patterns elicited in human subjects
by a person with those elicited by a still or gesturing android, and a
still or gesturing mechanical-looking robot. For these fi ve cases, we consider eye contact in general, using an Eyemark recorder, and how
subjects break eye contact when lying or under cognitive load, using
a coding method. We also explore the age dependent relation of
the “uncanny valley” in babies and toddlers. Studies such as these,
which integrate the development of androids with the investigation
of human behavior, constitute a new research area that fuses science
and engineering. We believe androids provide the ultimate test bed
for theories from the social and neurosciences and a platform for
their eventual unification.
Das Design von Robotern (Androiden), die Menschen taeuschend
aehnlich sehen, kann uns helfen, viele Phaenomene des menschlichen
Miteinanders zu untersuchen und zu verstehen, die uns bei
Experimenten mit herkoemmlichen humanoiden Robotern verborgen
blieben. Je aehnlicher ein Roboter dem Menschen ist, desto eher ist er
dazu geeignet, Reaktionen hervorzurufen, die dem zwischenmenschlichen
Verhalten entsprechen. Eine besonders grosse Rolle spielt das
Aussehen, wenn es um den subjektiven Eindrueck von Praesenz, von
Charm, oder von Intelligenz geht. Allerdings ist dieser Eindruck auch
vom Verhalten selbst und dem komplexen Zusammenspiel von Aussehen
und Verhalten beeinfl usst. So ruft (vgl. Mori [1]) ein menschlicheres
Aussehen eines Roboters nicht notwendigerweise eine positive
Reaktion aus. Stattdessen, fuehlt sich der Gespraechspartner des
Roboters kompetenter in der Einschaetzung seines Gegenuebers, wird
kritischer und empfi ndet eher das gesamte Spektrum der Nuancen
der zwischenmenschlichen Kommunikation. Androiden sind daher
einzigartige Forschungsinstrumente zur Untersuchung und Verifi zierung
von Verhaltenstheorien im Zusammenhang mit sozialer Interaktion.
Wir nehmen in dieser Arbeit eine bestimmtes Zusammenwirken
von Aussehen und Verhalten als Modellhypothese an und berichten
ueber Experimente, die diese Hypothese ueberpruefen. Dabei wird
die Wirkung des Auftretens eines Androiden auf die Versuchsperson
getestet, indem die Augenfi xierungen der Versuchsperson getrackt
werden. Es werden die Augenbewegungen von Versuchspersonen bei
der Interaktion mit (1) einem Menschen, (2) einem bewegungslosen
Androiden, (3) einem gestikulierenden Androiden, (4) einem leicht
als Artefakt erkennbaren, bewegungslosen humanoiden Roboter und
schliesslich (5) einem als Artefakt erkennbaren, gestikulierenden
humanoiden Roboter miteinander verglichen. Dabei werden jeweils
der Augenkontakt und das Brechen des Augenkontakts unter psychischer
Belastung als ein Indikator fuer den Kommunikationsstatus angenommen und untersucht. Darueber hinaus wird die Verschiebung
des “uncanny valleys” im Laufe der fruehkindlichen Entwicklung
untersucht. Es bleibt festzustellen, dass Untersuchungen wie
diese, die die Entwicklung von Androiden und die Erforschung von
zwischenmenschlichem Verhalten beinhalten, ein neues Forschungsgebiet
darstellen, in dem Wissenschaft und Technologie fruchtbar
zusammenwirken. Wir glauben, dass Androiden das ultimative Testbett
fuer diese Art der sozio-biologischen Forschung sind.